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Als Trepanation (v. französ.: trépan Bohrer) wird das Bohren oder anderweitige Einbringen eines Lochs in die menschliche Schädeldecke bezeichnet.

Diese Praxis lässt bei vielen frühen Kulturen finden, von Mesoamerika bis ins vorchristliche Europa und wurde zuletzt bei dem ostafrikanischen Volk der Kisii im 20. Jahrhundert dokumentiert. Entgegen der Erwartungen, scheint ein solcher operativer Eingriff nur sehr selten mit negativen Folgen für den Betroffenen verbunden gewesen sein, da bei der Operation die Hirnhaut nicht verletzt wird.

Über den jeweiligen Zweck der Trepanation lässt sich nur spekulieren, der Eingriff scheint bei beiden Geschlechtern gleichermaßen durchgeführt worden zu sein und wird in den wohlhabenden gesellschaftlichen Klassen häufiger. Oft vermutet man einen medizinischen oder religiösen Zweck.

Im 20. Jahrhundert propagierten einige Menschen, insbesondere Bart Huges, Joey Mellen und Amanda Feilding, Trepanation als Mittel der Bewusstseinserweiterung, ihnen zufolge würde eine Trepanation die Druckverhältnisse im Schädel so verändert, dass ein verbesserter Blutfluss die Leistungsfähigkeit des Gehirn dauerhaft verbessert. Ihre Annahmen fanden allerdings keinen Anklang in der akademischen Wissenschaft, die eher vor den Risiken einer Unsachgemäß durchgeführten Trepanation warnt.

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