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Die Seele ist ein unterschiedlich bestimmter Teil des menschlichen Geisteswesens.

Im Christentum ist die Seele der unsterbliche Teil des menschlichen Geistes, der im jüngsten Gericht abgeurteilt wird.

Gnostische Sekten, wie die Katharer, sahen die Seele als göttlichen Funken, der von einem bösen oder unfähigen Demiurgen (Schöpfer der materiellen Welt) in den menschlichen Körper eingesperrt wurde. Nach dem Tod würde die Seele in einen neuen Körper eingesperrt werden (Reinkarnation), wenn die Seele vor dem Tod nicht ausreichend durch Rituale gereinigt worden wäre (was u.a. den Verzicht von Nahrung nach der letzten Reinigung vorsah). Neben der Seele und dem materiellen Körper existierte noch der Geist, welcher sich vom Körper lösen könnte (Astralreisen).

Im Voodoo wird davon ausgegangen, dass der Mensch zwei Seelen besitzt, den Gros-bon-ange (großen, guten Engel), welcher im westenlichen den handelnden Geist repräsentiert, und den Ti-bon-ange (kleiner guter Engel), welcher Moral und Gewissen repräsentiert. Diese Engel sind den Loas, Geister welche im Westen häufig irreführend als Götter bezeichnet werden, im wesentlichen ebenbürtig. Durch Rituale kann einem Menschen einer dieser Engel (Ob der große oder kleine wird unterschiedlich beantwortet) verlassen und durch einen anderen Loa, der seinen zukünftigen Träger meist ausgewählt hat, ersetzt werden (Besessenheit). [1]

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