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Als Fluchtafeln oder Defixiones wird eine im Antiken Mittelmeerraum verbreitete Form des Schadzaubers bezeichnet. Hierbei wurde auf Bleiplättchen der Name eines Opfers oder Wünsche gegen dieses Opfer eingedrückt, oft Bindezauber, manchmal mit einem Verweis auf einen Gott oder eine Göttin, dessen bzw. deren Zorn sich das Opfer zuziehen sollte.

Ein Beispiel für einen Text (Maxwell-Stuart S. 19):

Ich binde Iphemythanes und Andosthenes und Simmias und Dromon.
Ich binde ihre Hände und Füße in Gegenwart von Hermes, dem Beschränker:
Ebenso binde ich ihre Seele, ihre Zunge, ihre Arbeit und ihren Gewinn.

Die Täfelchen wurden oft versteckt, manchmal in einem Grab, wenn ein Opfer dieses Schadzaubers auch dort verfolgt werden sollte. In einigen Fällen wurden diese Täfelchen auch an öffentlichen Orten abgelegt, so das jeder den Inhalt lesen konnte.

Quelle:

  • P.G. Maxwell-Stuart: Hexen: Wahn und Wirklichkeit von der Antike bis heute S. 19ff

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